Ziel des Projekts

 

„GENIAL – Generationen im Arbeitsleben“ ist ein Projekt des Landes Kärnten. Im Mittelpunkt steht die Erhaltung, Unterstützung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit von MitarbeiterInnen in heimischen Betrieben. Das bedeutet, dass ungewohnte Wege eingeschlagen werden und sogar mutige Kurskorrekturen vorgenommen werden müssen. Eine neue Sichtweise der Geschäftsführung, der Personalleitung, der Führungskräfte und der MitarbeiterInnen selbst ist erforderlich. Für den Einzelnen heißt es, in Zukunft verstärkt die Eigenverantwortung für seine  Existenzsicherung zu übernehmen. Die MitarbeiterInnen haben daher dafür Sorge zu tragen, dass sie ihre Leistungsfähigkeit – Wissen, Kompetenzen, Gesundheit und Selbstmotivation – erhalten.

Die wirtschaftliche und soziale Verantwortung eines Unternehmens  wird auf Grund der zu erwartenden Auswirkungen der demografischen Entwicklung eine Überlebensnotwendigkeit.  Für die Unternehmen  bedeutet dies im Klartext, dass sie künftig das Potenzial von Menschen im Alter zwischen 50 und 65 erschließen und  ausschöpfen werden müssen. Das Land Kärnten begleitet und fördert die Unternehmen aktiv bei dem Veränderungsprozess ihrer Personalpolitik und unterstützt sie dabei, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.


Die wesentlichen Eckpfeiler von „GENIAL – Generationen im Arbeitsleben“ umfassen:

1. Bewusstseinsbildung:
Zur Sensibilisierung für die Folgen des demografischen Wandels bietet die „Plattform GENIAL“ Veranstaltungen, Seminare und Workshops.
2. Projekte: Durch maßgeschneiderte Förderung und Unterstützung können Kärntner Unternehmen erste Schritte für ein erfolgreiches Generationenmanagement setzen.
3. Netzwerk: Zwischen externen Beratern, Betrieben, den Sozialpartnern und dem AMS werden Erfahrungen ausgetauscht und mit Innovationsmethoden neue Ansätze für zukünftige Förderungen und Maßnahmen entwickelt.


Zukünftige Entwicklung der Erwerbspersonen in Österreich 2009 bis 2050


Die Zahl der Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 34 Jahren in Österreich wird bis zum Jahr 2030 um 91.401 oder 6,1 % sinken.

Auch die Zahl der Erwerbspersonen von 35 bis 49 Jahren wird bis zum Jahr 2030 um 172.232 oder 9,7 % zurückgehen.

Dem gegenüber gibt es in der Gruppe der Erwerbspersonen im Alter von 50 und mehr Jahren bis 2030 eine Zunahme um 279.732 oder 34,5 %.

Dadurch wird der deutliche Wandel in der Altersstruktur der Erwerbspersonen sichtbar. Bereits 2015 sollte die Zahl der Erwerbspersonen im Alter von 50 und mehr Jahren die Millionengrenze übersteigen. In Kärnten wird es zukünftig den stärksten Rückgang an Erwerbspersonen geben (- 11 % bis 2050). Auf Basis der getroffenen Prognose wird es neben einer steigenden Erwerbsintegration von Frauen zu einem generellen Anteil der Erwerbsbeteiligten der über 50jährigen durch eine Erhöhung des Pensionsalters kommen.

Ein Schwerpunkt liegt somit in der deutlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen für die älteren Arbeitnehmer- und Arbeitnehmerinnen.
Um dieser Entwicklung entgegen wirken zu können, sind präventive Maßnahmen im Bereich der Bildungspolitik (lebenslanges Lernen) in der Beschäftigungspolitik, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Ältere sowie in der betrieblichen Gesundheitsförderung notwendig. (Das Projekt Genial wirkt in all diesen Bereichen ein).

Derzeit nominieren die „Baby-Boomer“ der späten 1950er und frühen 1960er-Jahre die Altersstruktur des Erwerbspotentials. So sind aktuell 1,22 Mio. Erwerbspersonen zwischen 40 und 50 Jahre alt, und 810.000 Erwerbspersonen sind im Alter von 50 und mehr Jahren. Nur knapp über 1 Million Erwerbspersonen sind unter 40. Seit 2005 leben in Österreich mehr Menschen über 40 als unter 40 Jahre.


Quelle Alterspyramide:Instutut für Demographie der ÖAW


Laut Prognose ist Kärnten das Bundesland, in dem der größte Rückgang des Arbeitskräfteangebotes zu erwarten ist.

Neben dem jetzt schon teilweise bestehenden Fachkräftemangel bewirkt die steigende Lebenserwartung und ein frühes Austreten aus dem Erwerbsleben, verbunden mit der fallenden Geburtenrate, dass immer weniger Menschen die soziale Sicherung von immer mehr Menschen tragen.

Folge:     
Massive Veränderung des Arbeitskräftepotentials
Viele werden wieder länger arbeiten.

• Leistungsfähigkeit der MitarbeiterInnen verbessern und erhalten
• Motivation der Mitarbeiter    
• Rahmenbedingungen des Bundes z.B. Pensionsreform
• Rahmenbedingungen der Länder    
• Rahmenbedingungen der Unternehmen


Für Unternehmen wird es deshalb wichtiger werden, die Leistungsfähigkeit ihrer MitarbeiterInnen möglichst lange zu erhalten, ihr Know-how entsprechend zu nutzen und ihre Fähigkeiten weiter zu fördern.